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"Schmerz vergeht, Stolz bleibt". Dieser Ausspruch, welcher
auf einigen Plakaten beim IRONMAN Switzerland zu lesen war, trifft die
Empfindungen eines Langdistanzwettkampfes wohl ganz gut.
Bereits zum vierten Mal nahm Markus Zewe vom SC Illingen ein solch hartes
Rennen in Angriff. Wie bereits im letzten Jahr, so ging Markus auch dieses
Mal beim Ironnman Switzerland in Zürich an den Start. Die Eindrücke
dieses Wettkampfs bezüglich Organisation, Zuschauer etc. waren im
letzten Jahr durchweg positiv, so dass auch in diesem Jahr eine Reise
nach Zürich auf dem Programm stand.
Am 02.07.2006 fiel bereits zum zehnten Mal der Startschuss zum IRONMAN
Switzerland in und um Zürich.
Obwohl Markus bereits einiges an Erfahrung im Wettkampf Geschäft
mitbringt, war in der Nacht vor dem großen Wettkampf an Schlaf nicht
zu denken denn die Aufregung vor dem Start war recht groß. Pünktlich
um 7.00 Uhr fiel der Startschuss zum 10. IRONMAN Switzerland. 1800 Athleten
und Athletinnen stürmten in das 23°C warme Wasser des Zürichsees.
Es galt nun eine Schwimmstrecke von 3,8 km zurück zu legen. Den Zuschauern
bot sich ein unglaubliches Bild als die 1800 Starter durchs Wasser kraulten.
Vorne weg setzte sich das Feld der 34 Profiathleten ab. Trotz einiger
Keilereien im Wasser die bei der Masse von Startern nicht ausbleibt, fühlte
sich Markus auf der Schwimmstrecke recht gut. Umso überraschter und
auch ein wenig enttäuscht war er, als er erst nach 1.08 Stunden aus
dem Wasser stieg. Doch bei einem solch eher unrhythmischen und hektischen
Schwimmen im Freigewässer sind ein paar Minuten Zeitverschlechterung
völlig okay.
Obwohl es mittlerweile erst kurz nach 8.00 Uhr war, zeigte sich die Sonne
schon von ihrer besten Seite. Bei herrlichem Sonnenschein und wolkenlosem
Himmel ging es nun auf die 180 km Radstrecke. Die Radstrecke in Zürich
mit 3 Runden à 60 km gilt mit zwei knackigen Anstiegen als sehr
anspruchsvoll. Temperaturen über 30°C machten den Athleten die
Bedingungen nicht unbedingt einfach. Geprägt von zahlreichen Hochs
und Tiefs spulte Markus die 180 km in einer klasse Zeit von 5:26 Stunden
ab. Die zahlreichen Zuschauer an der Strecke halfen dabei immer weiterzukämpfen.
Nachdem den Beinen hier schon enormes abverlangt wurde, hieß es
nun in der Wechselzone Radschuhe gegen Laufschuhe zu tauschen und ab auf
die Marathonstrecke. Zunächst war sich Markus noch unsicher, ob er
das Rennen überhaupt beenden würde, denn er verließ die
Wechselzone mit den Worten: " Da geht nicht mehr viel!" Aber
er hatte sich getäuscht: "Da ging noch einiges". Unbegreiflich
wo seine Beine die Kraft und der Körper die Energie hernahmen, aber
Markus lief die vier Runden in enormem Tempo. Nicht nur, dass er nach
und nach Plätze gutmachte und an die 200 Athleten die eigentlich
vor ihm auf die Laufstrecke gewechselt hatten, überholte, konnte
er als einer der wenigen von Runde zu Runde das Tempo sogar noch steigern.
Nach einer herausragenden Marathonzeit von 3:22 Stunden lag das lang ersehnte
Ziel vor unserem Helden. Der Zieleinlauf ließ einen Großteil
der Schmerzen und Tiefpunkte des Rennens vergessen, denn hier werden die
Finisher von den Zuschauern bejubelt und gefeiert. "Immer wieder
ein unglaubliches Gefühl" schildert Markus der nach einer tollen
Zeit von 10:02 Stunden die Ziellinie überquert. Bereits zum vierten
Mal hat Markus nun einen IRONMAN bestritten.
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